Yoga Yoga ABC

A wie Asana

Asana ist das, was wir in der westlichen Hemisphäre weitgehend unter Yoga verstehen. Asana sind die körperlichen Übungen, die auf der Yogamatte praktiziert werden und uns mitunter sehr ins Schwitzen bringen können…

In Wirklichkeit ist die Asana-Praxis jedoch nur ein kleiner Teil dessen was als Raja Yoga bekannt ist. Genau genommen macht die körperliche Übung sogar nur ein Achtel aus und kommt erst an 3. Stelle.

Yoga besteht aus acht Stufen (Ashtanga Yoga), der sich aus folgenden Übungswegen, wie in Patanjalis Yoga Sutren (die vermutliche älteste und wichtigste Schrift über Yoga) beschrieben, zusammensetzt:

  1. Yamas | Umgang mit der Umwelt
  2. Niyamas | Umgang mit sich selbst
  3. Asana | Körperliche Übung
  4. Pranayama | Atemkontrolle
  5. Pratayahara | Zurückziehen der Sinne
  6. Dharana | Konzentration, Umgang mit dem Geist
  7. Dhyana | Meditation, Umgang mit dem Geist
  8. Samadhi | Innere Freiheit, „Erleuchtung“

Auf die 8 Stufen werde ich in weiteren Beiträgen noch genauer eingehen.

Patanjali meinte mit Asana übrigens lediglich eine bequeme Sitzposition in der man lange in Meditation und Stille verweilen kann.

Das alles soll nun aber nicht heißen, dass es falsch ist oder dich weniger zum Yogi oder Yogini macht nur Asana zu üben. Im Gegenteil, du hast deinen Zugang zum Yoga über die körperliche Übung gefunden und damit bis du keines Wegs allein, es ging mir und schätzungsweise 80% der westlichen Übenden ganz genauso. Es ist ein erster und sehr wichtiger Schritt zu einem friedvolleren, zufriedenerem und gesünderen Leben.

Alles andere kommt mit der Zeit von ganz allein. Sobald du spürst, dass Yoga „etwas mit dir macht“, wirst du vielleicht ganz von selbst mehr erfahren wollen. Oder vielleicht auch nicht und das ist ebenso völlig in Ordnung.

Leave a Reply